Was Sie selbst ändern sollten – und was lieber nicht
| Selbst ändern: ja | Lieber vom Profi |
|---|---|
| Texte auf bestehenden Seiten, Preise, Aktionen | Neue Seitentypen und Funktionen (Online-Termin, Shop, Formulare) |
| Fotos austauschen | Design, Farben, Schriften, Aufbau der Seiten |
| Öffnungszeiten, Urlaubshinweis, Tagesteller, Speisekarte | Impressum, Datenschutz, Cookie-Fragen |
| Termine, Veranstaltungen, Team-Mitglieder | Technische Google-Optimierung, Weiterleitungen, Domain |
Die Faustregel: Inhalt ist Ihre Sache, Aufbau und Technik sind meine. So bleibt die Seite aktuell, ohne dass sie mit der Zeit „ausfranst“ – ein häufiges Problem bei Baukasten-Seiten, an denen über Jahre viele Hände gearbeitet haben.
Die drei Wege, eine Homepage selbst zu pflegen
1. Homepage-Baukasten (z. B. Wix, Jimdo, Squarespace)
Sie bauen und pflegen die Seite komplett selbst im Browser. Vorteil: geringe Einstiegskosten, sofort loslegen. Nachteile: Sie sind Designer, Texter und Techniker in einer Person; die Monatsgebühren laufen dauerhaft; ein Umzug zu einem anderen Anbieter ist meist nur mit Neubau möglich, und bei Ladezeit und Google-Feinheiten sind Sie an die Möglichkeiten der Plattform gebunden.
2. WordPress
Das weltweit verbreitetste System für Webseiten. Vorteil: enorm flexibel, riesige Auswahl an Erweiterungen. Nachteile: Die Bedienoberfläche ist für Gelegenheitsnutzer überladen, und das System samt Erweiterungen muss laufend aktualisiert werden – sonst wird es zum Sicherheitsrisiko. Einen ehrlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber WordPress oder eigenes System?
3. Profi-Webseite mit eigenem, einfachem Zugang
Ihre Seite wird individuell gebaut, und Sie bekommen einen schlanken Zugang genau für die Dinge, die Sie regelmäßig ändern. Das ist der Weg, den ich bei netVENDO gehe: Sie klicken auf einen Text, tippen den neuen hinein und drücken auf „Veröffentlichen“ – am PC oder am Handy. Jede Änderung sehen Sie zuerst in der Vorschau, und jede frühere Version lässt sich mit einem Klick zurückholen. Der Zugang ist in der Betreuung ab 39 € im Monat enthalten.
Woran Sie ein gutes Bearbeitungssystem erkennen
- Bearbeiten direkt auf der Seite statt in einem Menü-Labyrinth.
- Vorschau vor dem Veröffentlichen – Sie sehen genau, wie es aussehen wird.
- Versionen: Fehler lassen sich mit einem Klick rückgängig machen.
- Am Handy nutzbar: Der Urlaubshinweis ist in zwei Minuten online – auch von unterwegs.
- Bilder werden automatisch verkleinert, damit die Seite schnell bleibt.
- Nur das Nötige ist änderbar: Wer nur Texte und Bilder ändern kann, kann das Design nicht versehentlich zerstören.
Schritt für Schritt: So ändern Sie einen Text in zwei Minuten
Damit Sie sich vorstellen können, wie einfach das im Alltag ist, hier der typische Ablauf bei einer netVENDO-Webseite – zum Beispiel, wenn Sie über die Feiertage geschlossen haben:
- Anmelden: Sie öffnen Ihr Dashboard am PC oder Handy und melden sich an.
- Seite wählen: Sie tippen auf „Seiten“ und wählen die Startseite.
- Text anklicken: In der Vorschau klicken Sie direkt auf den Hinweis oder die Öffnungszeiten.
- Neuen Text tippen: „Von 24.12. bis 6.1. geschlossen – ab 7.1. sind wir wieder für Sie da.“
- Vorschau prüfen: Sie sehen sofort, wie es am Handy und am PC aussieht.
- Veröffentlichen: Ein Klick – und die Änderung ist online.
Hat sich ein Tippfehler eingeschlichen, holen Sie die vorherige Version mit einem Klick zurück. Genau diese Sicherheit sorgt dafür, dass Betriebe ihre Seite tatsächlich aktuell halten – statt aus Angst, etwas kaputtzumachen, gar nichts zu ändern.
Branchenbeispiele: Was Betriebe am häufigsten ändern
- Gastronomie: Tagesteller, Wochenkarte, Öffnungszeiten, Betriebsurlaub, Veranstaltungen – mehr dazu unter Webseiten für Gastronomie.
- Handwerk: Referenzfotos, Aktionen (z. B. Heizungstausch), Stellenanzeigen.
- Praxen: Urlaubszeiten, Vertretungen, Hinweise zu Terminen.
- Vereine: Termine, Ergebnisse, Fotos von Veranstaltungen.
Wann sich ein Profi trotzdem lohnt
Selbst ändern ist für den Alltag ideal. Für alles, was die Wirkung der Seite grundlegend bestimmt – Aufbau, Texte auf der Startseite, Google-Sichtbarkeit, rechtliche Pflichten – lohnt sich ein Profi. Ein guter Kompromiss: Sie pflegen Inhalte selbst, und einmal im Jahr wird die Seite gemeinsam durchgesehen. Was das kostet, steht transparent im Preis-Ratgeber.
Bilder richtig austauschen: Darauf kommt es an
Fotos sind der Teil, den Betriebe am häufigsten ändern wollen – und der am häufigsten schiefgeht. Drei Regeln reichen:
- Querformat für große Flächen, Hochformat nur, wo es vorgesehen ist. Ein Hochformat-Foto in einem breiten Bildrahmen wird stark beschnitten.
- Hell und scharf schlägt teuer. Ein aktuelles Handyfoto bei Tageslicht wirkt glaubwürdiger als ein Stockfoto, das Kunden schon zehnmal gesehen haben.
- Beschreibung ausfüllen: Jedes Bild bekommt eine kurze Beschreibung („Badsanierung in Mistelbach, ebenerdige Dusche“). Das hilft blinden Menschen mit Vorleseprogrammen – und Google versteht dadurch, was auf dem Bild ist.
Um die Dateigröße müssen Sie sich bei netVENDO nicht kümmern: Hochgeladene Bilder werden automatisch passend verkleinert, damit die Seite schnell bleibt.
Wie oft sollten Sie Ihre Webseite aktualisieren?
Es gibt keine Pflicht, jede Woche etwas zu ändern. Aber eine Webseite, auf der noch die Öffnungszeiten vom Vorjahr oder eine abgelaufene Aktion stehen, kostet Vertrauen. Eine sinnvolle Routine für kleine Betriebe:
| Wie oft | Was |
|---|---|
| Bei Bedarf | Urlaub, geänderte Öffnungszeiten, Preise, Speisekarte |
| Monatlich | Ein neues Referenzfoto oder eine kurze Neuigkeit |
| Halbjährlich | Leistungen und Team durchlesen: Stimmt noch alles? |
| Jährlich | Gemeinsamer Check: Texte, Fotos, Google-Sichtbarkeit, Rechtstexte |
Wichtig für Google: Aktualität allein bringt keine besseren Platzierungen, aber veraltete, widersprüchliche Angaben – etwa unterschiedliche Öffnungszeiten auf Webseite und Google-Unternehmensprofil – schaden dem Vertrauen von Kunden und Suchmaschine. Ändern Sie solche Angaben deshalb immer an beiden Stellen.
Typische Fehler beim Selbst-Ändern – und wie Sie sie vermeiden
- Überschriften als Fließtext missbrauchen: Lange Sätze in großen Überschriften wirken unruhig. Überschrift kurz, Erklärung darunter.
- Alles in Großbuchstaben oder fett: Was überall hervorgehoben ist, fällt nirgends auf.
- Telefonnummer in verschiedenen Schreibweisen: Einheitlich bleiben, z. B. „0676 583 78 89“ – überall gleich.
- Texte aus Word einfügen: Das schleppt oft unsichtbare Formatierungen mit. Lieber als reinen Text einfügen.
- Rechtstexte selbst umschreiben: Impressum und Datenschutz nur ändern, wenn sich Ihre Daten ändern – bei Unsicherheit kurz nachfragen.
Was Google davon hat, wenn Sie Ihre Seite selbst pflegen
Eine Webseite, die regelmäßig gepflegt wird, ist nicht automatisch weiter oben bei Google. Aber gepflegte Seiten haben fast immer bessere Inhalte – und die zählen. Drei Dinge, die Sie selbst beitragen können und die nachweislich helfen:
- Fragen Ihrer Kunden beantworten: Welche Fragen hören Sie am Telefon immer wieder? „Wie lange dauert ein Heizungstausch?“, „Haben Sie am Sonntag offen?“, „Kommen Sie auch nach Gänserndorf?“ Jede dieser Fragen gehört mit einer klaren Antwort auf Ihre Seite – genau so suchen Menschen bei Google und in KI-Assistenten.
- Ort und Region nennen: Schreiben Sie bei Referenzen dazu, wo das Projekt war („Badsanierung in Wolkersdorf“). Das stärkt Ihre Sichtbarkeit in der Umgebung.
- Echte Arbeit zeigen: Fotos von abgeschlossenen Projekten mit einem Satz Beschreibung sind für Kunden überzeugender als jede Werbung – und für Google ein Zeichen echter Erfahrung.
Was Sie dagegen nicht selbst machen müssen: Seitentitel, Beschreibungen für die Suchergebnisse, technische Struktur und die Einrichtung in der Google Search Console. Das gehört zur Grundausstattung jeder Seite, die ich baue. Mehr dazu auf der Seite SEO für kleine Betriebe.
Checkliste: Ist Ihre Webseite bereit zum Selbst-Ändern?
- Sie haben einen eigenen Zugang mit sicherem Passwort – nicht den Ihres Webdesigners.
- Sie wissen, welche Bereiche Sie ändern können und welche nicht.
- Es gibt eine Vorschau, bevor etwas online geht.
- Frühere Versionen lassen sich wiederherstellen.
- Bilder werden beim Hochladen automatisch verkleinert.
- Sie haben eine Telefonnummer für den Fall, dass Sie nicht weiterwissen.
Fehlt einer dieser Punkte, lohnt sich ein Gespräch: Oft lässt sich eine bestehende Seite nachrüsten, manchmal ist ein Neubau günstiger als jahrelanges Herumdoktern. Wie ein solches Projekt abläuft, lesen Sie im Ratgeber Webseite erstellen lassen: der Ablauf.