Der Vergleich auf einen Blick
| WordPress | Homepage-Baukasten | Schlankes eigenes System | |
|---|---|---|---|
| Flexibilität | sehr hoch | begrenzt | hoch (individuell gebaut) |
| Wartung | laufend: System, Theme, Plugins | macht der Anbieter | gering |
| Sicherheit | gut – wenn konsequent aktualisiert | macht der Anbieter | wenig Angriffsfläche |
| Ladezeit | abhängig von Theme und Plugins | mittel | sehr schnell möglich |
| Selbst ändern | möglich, Oberfläche komplex | einfach | einfach, wenn eingerichtet |
| Anbieter-Wechsel | gut möglich | meist Neubau nötig | möglich, wenn Sie alle Zugänge haben |
| Passt für | Blogs, Magazine, große Seiten, Shops | Selbermacher mit Zeit | Betriebe, die eine schnelle Seite wollen |
Was für WordPress spricht
WordPress ist das verbreitetste Webseiten-System der Welt – aus gutem Grund. Es gibt für fast alles eine Erweiterung, unzählige Fachleute kennen es, und Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden. Wer einen großen Blog betreibt, viele Autoren hat, einen umfangreichen Shop plant oder ein eigenes Technik-Team besitzt, ist mit WordPress gut beraten.
Wo WordPress kleine Betriebe Zeit und Geld kostet
- Updates ohne Ende: System, Theme und jede Erweiterung bekommen regelmäßig Updates. Bleiben sie liegen, steigt das Risiko, gehackt zu werden – veraltete Erweiterungen sind ein häufiges Einfallstor.
- Plugin-Ballast: Für jede Kleinigkeit ein Plugin – das macht die Seite langsamer und anfälliger für Konflikte.
- Lizenzen: Viele Premium-Themes und -Plugins kosten jährlich.
- Bedienung: Die Oberfläche ist für Gelegenheitsnutzer überladen. Viele Betriebe trauen sich am Ende doch nicht, selbst etwas zu ändern.
- Tempo: Eine schnelle WordPress-Seite ist möglich, braucht aber Know-how bei Theme, Bildern und Zwischenspeicher.
Was ein schlankes System anders macht
Eine schlank gebaute Seite besteht im Kern aus fertigen Seiten, die direkt aus einem schnellen Servernetz ausgeliefert werden – ohne Datenbankabfrage bei jedem Besuch und ohne Dutzende Erweiterungen. Das bringt drei Vorteile, die Sie direkt spüren:
- Tempo: Die Seite lädt auch am Handy im Mobilnetz sehr schnell – ein Pluspunkt für Besucher und für Google.
- Weniger Angriffsfläche: Wo kein Plugin ist, kann keins veralten.
- Weniger Wartung: Es gibt kein Update-Karussell, das Sie oder Ihr Dienstleister ständig bedienen müssen.
Der Haken früher: Selbst ändern war schwer. Heute nicht mehr. Bei netVENDO bekommen Sie einen eigenen, einfachen Zugang, mit dem Sie Texte, Preise und Bilder selbst ändern – mit Vorschau und der Möglichkeit, jede frühere Version zurückzuholen. Mehr dazu im Ratgeber Homepage selbst ändern.
Die Kosten über fünf Jahre im Vergleich
Der Einstiegspreis sagt wenig. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die Lebensdauer einer Webseite, die bei kleinen Betrieben meist fünf bis sieben Jahre beträgt. Eine grobe Gegenüberstellung typischer Posten:
| Posten | WordPress | Baukasten | Schlankes System |
|---|---|---|---|
| Erstellung | einmalig, je nach Umfang | gering, aber viel Eigenzeit | einmalig, je nach Umfang |
| Hosting | monatlich | im Abo enthalten | gering oder in der Betreuung enthalten |
| Theme- und Plugin-Lizenzen | oft jährlich | teils Zusatz-Abos | keine |
| Updates und Wartung | laufend nötig | vom Anbieter | gering |
| Reparaturen nach Update-Fehlern oder Hacks | möglich | selten | selten |
| Ihre eigene Zeit | mittel | hoch | gering |
Die richtige Wahl hängt von Ihrem Fall ab. Für eine Unternehmenswebseite mit zehn bis zwanzig Seiten, die vor allem Anfragen bringen soll, schneidet ein schlankes System über die Jahre häufig günstiger ab – vor allem, weil Wartung und Reparaturen kaum anfallen. Konkrete Preise finden Sie im Preis-Ratgeber.
Entscheidungshilfe: 5 Fragen
- Planen Sie einen Blog mit vielen Beiträgen pro Monat oder einen großen Shop? → eher WordPress.
- Haben Sie jemanden, der Updates zuverlässig einspielt? Wenn nein → eher schlankes System.
- Ändern Sie vor allem Texte, Preise, Fotos und Öffnungszeiten? → schlankes System mit eigenem Zugang oder Baukasten.
- Wollen Sie alles selbst bauen und haben Zeit dafür? → Baukasten.
- Ist Ihnen Ladezeit am Handy besonders wichtig (z. B. Gastronomie, Notdienst)? → schlankes System.
Wechsel von WordPress – geht das ohne Google-Verlust?
Ja, wenn er sauber gemacht wird. Entscheidend sind Weiterleitungen: Jede alte Adresse, die bei Google bekannt ist, wird auf die passende neue Seite umgeleitet. So bleiben Platzierungen und Links erhalten. Genau so habe ich es bei netvendo.at selbst gemacht – die alten WordPress-Adressen leiten auf die neuen Seiten weiter. Was ein Neubau kostet, steht im Preis-Ratgeber.
Ladezeit und Google: Warum Tempo zählt
Google bewertet die Nutzererfahrung mit den sogenannten Core Web Vitals: Wie schnell erscheint der wichtigste Inhalt, wie stabil ist das Layout beim Laden, wie schnell reagiert die Seite auf Eingaben? Diese Werte sind kein Allheilmittel – guter Inhalt bleibt wichtiger –, aber bei vergleichbaren Seiten können sie den Ausschlag geben. Vor allem entscheiden sie über Ihre Besucher: Wer am Handy im Mobilnetz auf eine Seite wartet, ist schnell wieder weg.
Prüfen können Sie das selbst mit dem kostenlosen Werkzeug PageSpeed Insights von Google: Adresse eingeben, auf „Analysieren“ klicken, den Wert für „Mobilgeräte“ ansehen. Werte im grünen Bereich sind gut; liegt Ihre Seite deutlich im roten Bereich, lohnt sich ein genauerer Blick – egal, mit welchem System sie gebaut ist.
Sicherheit: Worauf Sie bei jedem System achten sollten
- Verschlüsselung (HTTPS) auf allen Seiten – erkennbar am Schloss in der Adresszeile.
- Aktuelle Software: Bei WordPress heißt das: System, Theme und Plugins aktuell halten, Unbenutztes löschen.
- Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Anmeldung für den Verwaltungsbereich.
- Regelmäßige Sicherungen, die getrennt von der Webseite liegen – und einmal getestet wurden.
- Wenig Fremddienste: Jedes eingebundene Fremdskript ist ein zusätzliches Risiko und oft auch ein Datenschutzthema.
Mythen rund um WordPress – kurz geprüft
- „Mit WordPress ist man besser bei Google.“ Nein. Google bewertet Inhalte, Struktur, Tempo und Vertrauen – nicht das System dahinter.
- „WordPress ist kostenlos.“ Die Software ja. Hosting, Lizenzen, Wartung und Ihre Zeit nicht.
- „Ohne WordPress kann ich nichts selbst ändern.“ Stimmt nicht mehr – entscheidend ist, wie die Seite eingerichtet ist.
- „Ein eigenes System macht mich abhängig.“ Nur, wenn Domain, Zugänge und Inhalte nicht Ihnen gehören. Das lässt sich vertraglich klar regeln.
So läuft ein Umzug von WordPress ab
- Bestandsaufnahme: Alle Seiten, Bilder und Texte werden gesichert. Aus der Google Search Console holen wir die Liste der Adressen, über die Besucher kommen.
- Neuer Aufbau: Die Inhalte werden übernommen, überarbeitet und in eine klare Struktur gebracht. Seiten ohne Besucher und ohne Zweck fallen weg.
- Weiterleitungsliste: Jede alte Adresse bekommt ein Ziel auf der neuen Seite. Das ist der wichtigste Schritt für Ihre Google-Platzierungen.
- Test vor der Umstellung: Die neue Seite läuft zuerst auf einer Vorschau-Adresse. Sie prüfen alles in Ruhe.
- Umstellung: Die Domain zeigt auf die neue Seite, Weiterleitungen sind sofort aktiv, die neue Sitemap wird bei Google eingereicht.
- Beobachten: In den ersten Wochen prüfen wir in der Search Console, ob Google alle neuen Seiten aufnimmt und keine Fehler meldet.
Ein kurzer Rückgang der Besucherzahlen in den ersten Tagen ist bei jedem Umzug möglich. Mit sauberen Weiterleitungen stabilisiert sich das in der Regel schnell.
Fazit: Welche Lösung passt zu Ihnen?
Es gibt kein bestes System für alle. WordPress ist stark, wenn Sie viele Inhalte veröffentlichen, viele Erweiterungen brauchen oder ein Technik-Team haben. Ein Baukasten passt, wenn Sie Zeit und Freude am Selbermachen haben und keine besonderen Ansprüche an Design und Sichtbarkeit stellen. Ein schlankes, individuell gebautes System ist für die meisten kleinen Betriebe die entspannteste Lösung: schnell, sicher, wenig Wartung – und trotzdem selbst änderbar. Wenn Sie unsicher sind, beschreiben Sie mir kurz Ihre Situation. Sie bekommen eine ehrliche Empfehlung, auch wenn sie nicht netVENDO heißt.