Die 6 Schritte im Überblick
| Schritt | Was passiert | Ihre Aufgabe | Dauer (typisch) |
|---|---|---|---|
| 1. Erstgespräch | Wir klären Ziel, Zielgruppe, Umfang und Budget. | Erzählen, was Ihr Betrieb macht und was die Seite bringen soll. | 30–60 Minuten |
| 2. Entwurf | Sie sehen Ihre neue Startseite als Link – am Handy und am PC. | Ansehen, ehrliches Feedback geben. | wenige Tage |
| 3. Fixpreis-Angebot | Umfang, Preis und Termin stehen schriftlich fest. | Entscheiden. | 1–2 Tage |
| 4. Umsetzung | Alle Unterseiten, Formular, Rechtstexte, Technik. | Texte, Fotos, Logo und Zugänge liefern. | 1–3 Wochen |
| 5. Korrektur & Go-live | Feinschliff, dann Umstellung der Domain. | Alles prüfen und freigeben. | wenige Tage |
| 6. Betreuung | Sicherheit, Updates, Änderungen, Google-Pflege. | Bei Bedarf Bescheid geben oder selbst ändern. | laufend |
Die Zeiten sind Erfahrungswerte für kleine Betriebe mit bis zu drei Unterseiten. Shops, Mehrsprachigkeit oder Sonderfunktionen brauchen länger.
Schritt 1: Das Erstgespräch – die wichtigste halbe Stunde
Am Anfang steht keine Technik, sondern eine Frage: Was soll ein Besucher nach 10 Sekunden auf Ihrer Seite tun? Anrufen, eine Anfrage schicken, einen Tisch reservieren, einen Termin buchen? Daraus ergibt sich fast alles andere – welche Unterseiten es braucht, was ganz oben steht und welche Knöpfe wo sitzen.
Gute Fragen für dieses Gespräch sind: Wer sind Ihre besten Kunden? Wonach suchen sie bei Google? Welche Fragen hören Sie am Telefon immer wieder? Was machen Ihre Mitbewerber online – gut oder schlecht? Bringen Sie, wenn vorhanden, Ihre alte Webseite, Ihr Logo und ein paar Fotos mit. Bei netVENDO findet das Gespräch am Telefon, per Video oder bei Ihnen vor Ort statt und ist kostenlos.
Schritt 2: Erst sehen, dann entscheiden – der Entwurf
Viele Betriebe kaufen eine Webseite „blind“: Sie unterschreiben ein Angebot und sehen das Ergebnis erst Wochen später. Besser ist es umgekehrt. Bei mir bekommen Sie zuerst einen kostenlosen Entwurf Ihrer Startseite – mit Ihren echten Inhalten, Farben und Ihrem Logo, als Link zum Ansehen auf jedem Gerät. Gefällt er Ihnen, geht es weiter. Wenn nicht, kostet es Sie nichts.
Achten Sie beim Entwurf weniger auf einzelne Wörter und mehr auf drei Dinge: Versteht man sofort, was Sie anbieten? Findet man am Handy mit dem Daumen den Anruf-Knopf? Wirkt die Seite wie Ihr Betrieb?
Schritt 3: Das Fixpreis-Angebot
Ein seriöses Angebot nennt nicht nur einen Betrag, sondern auch, was genau enthalten ist: Anzahl der Unterseiten, Funktionen wie Formular oder Online-Termin, Korrekturrunden, Rechtstexte, Einrichtung bei Google und die laufenden Kosten danach. Bei netVENDO startet eine Webseite ab 799 € einmalig mit bis zu drei Unterseiten, Anfrageformular und zwei Korrekturrunden; die Betreuung kostet ab 39 € im Monat. Was das am Markt bedeutet, lesen Sie im Preis-Ratgeber: Was kostet eine Webseite?
Schritt 4: Die Umsetzung – und was Sie dafür brauchen
Jetzt entsteht die ganze Seite. Das Tempo bestimmen ab hier vor allem die Inhalte. Diese Checkliste spart Ihnen die meisten Rückfragen:
- Leistungen: eine Liste Ihrer Leistungen, gerne in Stichworten – formulieren kann ich.
- Fotos: echte Bilder von Ihnen, Ihrem Team, Ihrer Arbeit und Ihren Räumen. Ein ehrliches Handyfoto wirkt besser als jedes Stockfoto.
- Logo in möglichst guter Qualität (am besten als Vektor-Datei, z. B. SVG oder PDF).
- Kontaktdaten und Öffnungszeiten genau so, wie sie überall stehen sollen.
- Firmendaten für das Impressum (siehe unten).
- Zugänge: zu Ihrer bestehenden Domain und E-Mail, falls vorhanden.
Pflichtangaben: Was auf jede Firmen-Webseite gehört
Eine Firmen-Webseite in Österreich braucht ein vollständiges Impressum (Offenlegung nach Mediengesetz und Angaben nach E-Commerce-Gesetz, bei Gewerbetreibenden auch die Gewerbebehörde, Kammerzugehörigkeit und – falls vorhanden – die GISA-Zahl) sowie eine Datenschutzerklärung. Wer Fremddienste wie Google Maps, YouTube oder Tracking einbindet, braucht dafür meist zusätzlich eine Einwilligung über einen Cookie-Banner. Ich baue Seiten deshalb so, dass möglichst wenig Fremddienste nötig sind – das ist schneller, sicherer und erspart oft den Banner. Dieser Abschnitt ist ein Überblick und keine Rechtsberatung; bei Sonderfällen hilft die Wirtschaftskammer.
Schritt 5: Korrektur und Go-live
Vor dem Start prüfen wir gemeinsam jede Seite am Handy und am PC: Stimmen Telefonnummer und Öffnungszeiten? Kommt eine Test-Anfrage im Postfach an? Funktionieren alle Links? Danach wird die Domain umgestellt. Damit Google die neue Seite schnell findet, gehören zum Go-live drei Dinge: die Anmeldung in der Google Search Console mit Sitemap, Weiterleitungen von alten Adressen auf die neuen (sonst gehen bestehende Google-Platzierungen verloren) und ein aktualisiertes Google-Unternehmensprofil mit dem Link zur neuen Seite.
Schritt 6: Nach dem Start ist vor dem Erfolg
Eine Webseite ist kein Plakat, das man einmal aufhängt. Sie braucht Sicherheits-Updates, gelegentlich neue Inhalte und einen Blick auf die Zahlen: Wie viele Anfragen kommen, wofür werden Sie bei Google gefunden? Kleine Änderungen wie Preise, Öffnungszeiten oder ein neues Foto können Sie bei netVENDO selbst erledigen – wie das funktioniert, zeigt der Ratgeber Homepage selbst ändern. Alles andere erledige ich in der Betreuung, meist am selben Tag.
Die häufigsten Bremsen – und wie Sie sie vermeiden
- Texte „kommen noch“: Der Klassiker. Stichworte reichen – lieber früh grob als spät perfekt.
- Zu viele Köche: Bestimmen Sie eine Person, die Feedback sammelt und freigibt.
- Domain-Zugang fehlt: Klären Sie früh, wo Ihre Domain liegt und wer die Zugangsdaten hat.
- Zu viel auf einmal: Starten Sie mit den wichtigsten Seiten. Ausbauen geht jederzeit.
Wie viel Zeit Sie selbst einplanen sollten
Die häufigste Sorge von Betrieben ist nicht das Geld, sondern die eigene Zeit. Die ehrliche Antwort: Für eine typische Webseite mit bis zu drei Unterseiten sollten Sie insgesamt drei bis sechs Stunden Ihrer eigenen Zeit einplanen – verteilt über einige Wochen. Ungefähr so:
| Aufgabe | Ihr Aufwand | Tipp |
|---|---|---|
| Erstgespräch | 30–60 Minuten | Notieren Sie vorher drei Dinge, die Kunden an Ihnen schätzen. |
| Entwurf ansehen und Feedback geben | 20–30 Minuten | Am Handy ansehen – dort sind die meisten Ihrer Besucher. |
| Inhalte und Fotos zusammenstellen | 1–3 Stunden | Stichworte reichen. Fotos lieber echt als perfekt. |
| Texte durchlesen und freigeben | 30–60 Minuten | Laut lesen: Klingt es nach Ihnen? |
| Abnahme vor dem Go-live | 20–30 Minuten | Testanfrage schicken, Telefonnummer antippen. |
Alles andere – Gestaltung, Technik, Suchmaschinen-Grundlagen, Rechtstexte nach Ihren Angaben, Domain-Umstellung – übernimmt der Dienstleister. Wenn Ihnen jemand deutlich mehr Eigenarbeit abverlangt, sollten Sie nachfragen, warum.
Was eine gute Startseite in den ersten 10 Sekunden leisten muss
Die meisten Besucher kommen über Google oder Ihr Unternehmensprofil auf die Startseite – und entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben. Deshalb arbeite ich beim Entwurf mit einer einfachen Prüfliste. Ganz oben, ohne zu scrollen, muss klar sein:
- Was Sie machen – in einem Satz, in der Sprache Ihrer Kunden. „Heizung, Bad und Wasser aus Mistelbach“ statt „Ihr kompetenter Partner für innovative Lösungen“.
- Wo Sie arbeiten – Ort oder Region. Das ist für Kunden und für Google ein entscheidendes Signal.
- Wie man Sie erreicht – Anruf-Knopf am Handy, Anfrage-Knopf am PC.
- Warum man Ihnen vertrauen kann – echte Fotos, Jahre am Markt, Bewertungen, Mitgliedschaften.
Erst darunter folgen Leistungen, Ablauf, Preise oder Referenzen. Diese Reihenfolge ist kein Geschmack, sondern spiegelt die Fragen wider, die sich jeder neue Kunde stellt.
Webseite selbst bauen oder bauen lassen?
Ein Homepage-Baukasten ist günstig im Einstieg und für manche Selbstständige genau richtig. Bauen lassen lohnt sich vor allem dann, wenn die Webseite Anfragen bringen soll und Ihre Zeit im Betrieb mehr wert ist als am Computer. Eine einfache Rechnung hilft: Wie viele Stunden würden Sie für Einarbeitung, Gestaltung, Texte, Fotos, Rechtstexte und Google-Einrichtung brauchen – und was ist Ihnen eine Stunde wert? Dazu kommt die Frage, ob das Ergebnis neben den Mitbewerbern bestehen kann. Einen ehrlichen Vergleich der Möglichkeiten finden Sie im Ratgeber WordPress, Baukasten oder eigenes System.
Woran Sie einen seriösen Webdesigner erkennen
- Sie sehen vorher etwas: einen Entwurf, Beispiele oder Referenzen mit echten Adressen, die Sie anklicken können.
- Der Preis steht schriftlich fest – mit Leistungsumfang, Korrekturrunden und laufenden Kosten.
- Domain und Zugänge gehören Ihnen. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.
- Es gibt einen festen Ansprechpartner, der erreichbar ist – auch nach dem Go-live.
- Er fragt nach Ihren Kunden, nicht nur nach Ihren Lieblingsfarben.
- Er spricht über Google-Sichtbarkeit und Ladezeit – nicht nur über Design.
Vorsicht ist geboten bei Mietmodellen mit langer Bindung, bei denen Ihnen am Ende weder Seite noch Domain gehören, und bei Angeboten, die Platz 1 bei Google garantieren – das kann niemand seriös versprechen.